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08.07.2015 15:21

Trauma und Somatik

Es hört sich an wie aus dem Lehrbuch für Psychosomatik abgeschrieben, was gerade in einer psychiatrischen Fachzeitschrift publiziert wurde. Die unaufhebbare Verkettung von Psyche und Körper dringt immer tiefer in die Schulmedizin ein.

Ein Ärzteteam der Harvard Universität konnte nun den Beweis führen, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Frauen das Risiko an Diabetes zu erkranken stark erhöht. 

Statistische Untersuchungen zeigen, dass das Risiko eines krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegels (Typ-II-Diabetes) sich für Frauen in etwa verdoppelt, wenn sie eine schwere psychische Belastung durchleben mussten. 

Damit mehren sich die Hinweise, dass sozial oder emotional belastende Situationen den menschlichen Organismus körperlich dauerhaft beeinträchtigen können. Der Befund verschärft somit noch die Notwendigkeit, eine Posttraumatische Belastungsstörung so früh wie möglich intensiv psychotherapeutisch zu behandeln.

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